Am 17. Juni 2009 haben der Regierende Bürgermeister von Berlin,
Klaus Wowereit, und Prof. Hans Küng im Säulensaal des Berliner
Roten Rathauses die Wanderausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ gemeinsam
eröffnet.
Wowereit sprach dem Projekt Weltethos seine Anerkennung
aus: „Wie im Großen spüren wir auch auf der lokalen
Ebene, dass wir ein ethisches Rüstzeug brauchen, um unser Zusammenleben
in der Vielfalt friedlich zu gestalten. Und dass der Erwerb dieses Rüstzeugs
mit dem Respekt vor der anderen Religion beginnt. Ich begrüße
es daher sehr, dass Sie, Herr Professor Küng, mit Ihrem Engagement
zugunsten eines ‚Weltethos’ nach Mitteln und Wegen suchen,
um über einen Frieden der Religionen zu einem Frieden zwischen
den Nationen und Völkern beizutragen.“
Küng nahm in
seinem Vortrag Bezug auf das mehrheitlich abgelehnte Pro-Reli-Volksbegehren
im April 2009: „Ich verstehe auch die Argumente für den gemeinsamen
Ethikunterricht. Man hat nach dem polarisierenden Pro-Reli-Feldzug und
der Abstimmung über den Religionsunterricht von einer geteilten
Stadt geredet: nicht so sehr zwischen Westberlin und Ostberlin,
sondern zwischen dem religiösen und dem säkularen Teil der
Bevölkerung. Ich glaube nicht, dass diese Spaltung die Zukunft
bestimmen wird. Selbstmitleid und Katzenjammer sind unfruchtbar. Es
ist zu hoffen, dass sich beide Seiten besinnen und die unnötig
aufgebrochenen Gräben wieder zuschütten.“
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