Für seine Verdienste um Frieden
und Völkerverständigung bekommt der Tübinger Theologe
Hans Küng die Otto-Hahn-Friedensmedaille in Gold.
Berlin. Dies gab die Deutsche
Gesellschaft für
die Vereinten Nationen bekannt. Der 80-jährige Küng wird als
Präsident der Stiftung Weltethos »für sein beispielhaftes
Engagement für Humanität, Toleranz und den Dialog zwischen
den großen Weltreligionen« geehrt, heißt es.
Überreicht wird die Friedensmedaille, die alle zwei Jahre zum Gedenken an
das friedenspolitisch-humanitäre Engagement des Chemikers und Nobelpreisträgers
Otto Hahn vergeben wird, am 17. Dezember in Berlin; die Laudatio hält Alfred
Grosser, der deutsch-französische Soziologe.
Hans Küng ist seit 1988 der elfte Hahn-Preisträger, nach Sandro Pertini,
Michael Gorbatschow, Simon Wiesenthal, Sir Karl Popper, Hans Koschnik, Lord Yehudi
Menuhin, Gerd Ruge, Miriam Makeba, Mary Robinson (Küngs Weltethos-Redegast
2002) und zuletzt der Boxweltmeister Muhammad Ali.
Der 17. Dezember ist der Tag, an dem (vor 70 Jahren) Otto Hahn und sein Assistent
Fritz Strassmann in Berlin-Dahlem die Spaltung des Uran-Atomkerns entdeckten
und radiochemisch nachwiesen. »Diese Tat hat der Erforschung der Materie
und des Weltalls neue Wege eröffnet, und die Verwendung der Energie der
Atomkerne dem Menschen in die Hand gegeben«, ist auf der Gedenktafel in
Dahlem zu lesen.
Schwäbisches Tagblatt, 18. Oktober 2008
|