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Hans Küng, Dieter Senghaas (Hg.)
Friedenspolitik
Ethische Grundlagen internationaler Beziehungen
München (Piper), 2003, gebunden, 416 Seiten
ISBN 3-492-04541-3
EUR 19,90
Hans Küng und Dieter Senghaas hinterfragen die internationale Politik: Auf welchen Werten gründet sie? Wie kann eine Weltordnung entstehen, die gerecht ist für alle und Krieg als Mittel der Politik ausschließt?
Weltpolitik ist unvermittelt wieder ein Thema geworden, und zwar besonders die Frage nach den Werten in der Weltpolitik. Welche Prinzipien und ethische Standards leiten Staaten bei ihrer Außenpolitik? Darf eine Supermacht alles? Ist Krieg erlaubt? Gibt es eine Weltordnungspolitik, die Gerechtigkeit für alle Staaten erzielen kann? Wie können die Beziehungen zwischen Industrieländern und den Entwicklungsländern auf eine zukunftssichere Basis gestellt werden?
Diese Fragen diskutieren hochkarätige Experten aus ethischer, politikwissenschaftlicher und philosophischer Perspektive. Ihr Ergebnis: Es gibt die Möglichkeit einer internationalen, auf gemeinsamen Werten und Maßstäben gegründeten Friedenspolitik, die Krieg als Option der Weltpolitik ausschließen kann.
Dieter Senghaas macht sich auf die Suche nach einem Erklärungsschema für die internationalen Beziehungen,
Hans Küng skizziert die ethischen Herausforderungen für die Gestaltung der Weltpolitik,
Ernst-Otto Czempiel schreibt über die Falle des "realistischen" Paradigmas,
Otfried Höffe zeichnet das Bild der einen Welt mit Recht auf Differenz,
Helmut Fahrenbach plädiert für kommunikative Vernunft als die weltpolitisch und interkulturell notwendige Denkform,
Volker Rittberger überlegt, was Weltregieren leisten kann und muß,
Manfred Mohls beschreibt regionale Ordnungsstrukturen als ethische Chance in Lateinamerika und Asien,
Norbert Brieskorn denkt über weltgerechte Ordnungsprinzipien nach,
Alois Riklin diskutiert die Doktrin des Krieges,
Andreas Hasenclever reflektiert über die zivilisierende Kraft von Religionen,
Rainer Tetzlaff fragt nach der Anschlußfähigkeit Afrikas an die globalisierte Welt,
Klaus M. Leisinger übt Kritik an der Entwicklungspolitik und zieht daraus praktische Folgerungen.